Chemnitzer Köpfe – Neues von Henner Kotte für eine Kulturhauptstadt – Erinnerungen von Katrin Hart
Beschreibung
Diesmal geht es um Überflieger, obwohl Abgründiges dem Leipziger Geschichtenerzähler viel näher lag. Doch so ganz kann er es auch hier nicht lassen ...
Und weil Henner Kotte im letzten Jahr viel zu früh verstorben ist, erinnert sich die Kabarettistin Katrin Hart – beide sind mehrere Jahre gemeinsam aufgetreten – an ihren Künstlerkollegen. Über die Neuerscheinung „Chemnitzer Köpfe“ zur diesjährigen Leipziger Buchmesse: Der Reichtum Sachsens wurde – so eine landläufige Sentenz – in Chemnitz erarbeitet, in Leipzig durch Handel gemehrt und in Dresden verprasst. In „Rußchamtz“ stampften und schnurrten die Maschinen, zwangen Tausende unter ihr Joch. Doch gerade deshalb gab es hier auch viele Tüftler, Unternehmer, Künstler, Schauspieler, Grafiker, Spitzensportler … Sie machten Chemnitz zu einer Stadt mit Köpfchen – seit einigen Jahrzehnten versinnbildlicht im Nischel. Der steht nicht nur für einen Bruch in der Stadtgeschichte, sondern auch für die Tradition der Arbeiter- und Unternehmerstadt. Zudem war Chemnitz in allen Zeiten ein Ort der Moderne – nicht nur in der Industrie, sondern auch in Kunst und Kultur, weshalb die Stadt für 2025 als Europäische Kulturhauptstadt endlich den verdienten Ritterschlag erhält. In den drei Bändchen treten uns Menschen entgegen, die in Politik und Wirtschaft – oft genug weltweit – Spuren hinterließen, darunter der Arzt und Bürgermeister Georgius Agricola, Lokomotivkönig Richard Hartmann, die Kämpferin für Arbeiterinnen- und Frauenrechte Auguste Eichhorn und der Erfinder Heinrich Bertsch. Außerdem lernen wir solche kennen, die der Unterhaltungsindustrie Räume boten, deren Bühnen bevölkerten und dabei Maßstäbe setzten, wie Architekt Max Littmann, Sänger Richard Tauber, die Schauspielerinnen Charlotte Hagenbruch, Bruni Löbel und Gerlind Ahnert, sowie natürlich Eiskunstlauftrainerin Jutta Müller und Sängerin, Moderatorin und Botschafterin des Erzgebirges Marianne Martin. Und nicht zu vergessen die Künstlerinnen und Schriftsteller, darunter Karl May und Hedwig Courths-Mahler, Henry van de Velde und Edvard Munch, Karl Schmidt-Rottluff und Marianne Brandt