27. - 30. März 2025 Leipziger Buchmesse
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Mein Vater, der CIA-Agent

Eine deutsch-deutsche Biografie

18:00 - 20:00 Uhr Sa. 29. März
Veranstalter: Berliner Traditionsverlage GmbH

Kurzbeschreibung

Von der Wehrmacht in sowjetische Kriegsgefangenschaft, von CIA zur Stasi: Ein Leben im Kalten Krieg.

Beschreibung

Horst Tatzkow war Wehrmachtsoldat und kam in sowjetische Kriegsgefangenschaft, aus der er 1949 in die Ostzone entlassen wurde. Er ging nach Thüringen, wo er 1922 geboren worden war, kam 1952 nach Berlin und arbeitete zunächst als Funktionär in der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft, dann im Staatsapparat, wo er 1958 von der CIA angeworben wurde und aus dem Ministerium für Kultur berichtete. 1968 wurde er enttarnt und verhaftet. Im August 1969 erhielt Tatzkow das Urteil „Lebenslänglich“, seine Frau wurde ebenfalls zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt. In der Haft wurde er vom MfS angeworben und 1971 entlassen. De facto war Tatzkow Doppelagent. Die CIA zahlte im Februar 1990 die ihm seinerzeit versprochenen 100.000 DM Agentenlohn …
Jürgen Tatzkow, der Sohn, hat Mitte der neunziger Jahre seinen Vater interviewt. Die Gespräche mit dem CIA- und MfS-Agenten bilden den einen Teil, den anderen seine eigenen Erinnerungen an den Vater und seine Bemühungen, mit Hilfe der Akten – bei der BStU liegen über 7000 Blatt über Horst Tatzkow – dessen Spionagetätigkeit zu erhellen. Dabei stieß er stellenweise auf erkennbare Ablehnung: augenscheinlich hat Tatzkow auch nach dem Ende der DDR noch oder wieder für westliche Dienste gearbeitet. Auch dieser Aspekt ist bislang in der Literatur nicht behandelt worden.

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Informationen zum Programm

Veranstaltungsort

Liebknecht-Haus Leipzig

Adresse
Braustraße 15 04107 Leipzig

Aussteller