19. - 22. März 2026 Leipziger Buchmesse
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Lebendig sein!

Kapitalismus die Grundlage entziehen

11:30 - 12:00 Uhr So. 30. März
Veranstalter: w_orten & meer GmbH

Kurzbeschreibung

Kapitalismus heißt Diskriminierung. Lebendig zu sein und sich zu verbinden beendet Kapitalismus.

Beschreibung

Lebendigkeit ist widerständiges Handeln im Kapitalismus: persönlich, politisch, strukturell. Lebendig-Sein verändert das eigene Leben grundsätzlich – und entzieht sich so kapitalistischen Normen, Grundsätzen und der dadurch und damit verbreiteten kapitalistisch genährten Leblosigkeit.

Kapitalismus sieht es nicht vor, dass Menschen lebendig sind, sich verbunden fühlen mit anderen Menschen und anderen Lebewesen. Am wenigsten ist dies gedacht für Menschen, die diskriminiert werden. Lebendig zu sein ist daher für Diskriminierte eine antikapitalistische Widerstandsform. Es ist möglich, sich Lebendig-Sein zurückzuholen – sich selbst zu verändern und damit auch Welt. Denn Kapitalismus basiert darauf, dass Menschen zersplittert sind, unverbunden und ihr Glück in Erfolg, Leistung und finanziellem Reichtum suchen statt in Verbundenheit und Jetzt-Zeitigkeit.
Das Buch stellt konkret dar, was es bedeuten kann lebendig zu leben: verbunden mit allem Lebendigem und in Balance von Denken, Fühlen, Körpern und Spüren.

Auf der Grundlage von vor allem Indigenen Ansätzen wird anschaulich deutlich: Lebendig-Sein durchzieht alle Lebensbereiche, ist im Kleinen wie im Großen umsetzbar. Dazu helfen Übungen, die in allen Teilen vorgeschlagen werden und die alleine oder zusammen mit anderen gemacht werden können.

Das Buch versammelt einführende Texte, vielschichtige Herleitungen und Ausformulierungen der Themen von Bequemlichkeit über Sicherheit, Misstrauen und Angst bis zu Lust und Trauer, Spüren und Körpern. In allen Teilen ergänzen Übungen das Gelesene, um für sich allein und in Gruppen mit den Konzepten und Ideen weiter wachsen zu können. Lebendige Begriffsbestimmungen und neue Ansätze zum menschlichen Selbstverständnis und der Verbundenheit mit anderen Lebewesen durchziehen das ganze Buch.

Fragen, die im Buch beantwortet werden:
Was hat Leblosigkeit mit Bequemlichkeit und persönlichen Dramen zu tun?
Was bedeutet es, dass du zum größten Teil ein Verbund aus Luft, Wasser und Bakterien bist?
Ist Sterben und Tod das Ende vom Leben oder ein Teil von Lebendig-Sein?
Wieso sind Indigene Weltsichten nicht mit Kapitalismus vereinbar – und was kann das heißen für das eigene Leben?
Was macht das Wahrnehmen der eigenen Zugehörigkeit – kinship – mit Pflanzen, Tieren, Landschaften und Elementen wie Himmel und Erde? Und wie ist das spürbar und einübbar?
Wo genau und wie bestimmt Kapitalismus das eigene Leben – vom Essen, Kleiden über Arbeiten, Identität, Gefühlen bis hin zum Sprechen? Und wie kann das lebendig verändert werden?

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Mitwirkende

Informationen zum Programm

Veranstaltungsort

Forum Literatur Halle 5  (Halle 5, Stand K602)

Aussteller

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Wir glauben daran, dass Wörter Wirklichkeiten gestalten – und diese Wirklichkeiten möchten wir diskriminierungskritisch, respektvoll, zugänglich gestalten. Wir...