02.04.2025 Leipziger Buchmesse

Überwältigender Besucherzuspruch: 296.000 Menschen auf der Leipziger Buchmesse 2025

Was für ein rauschendes Fest! Der Bücherfrühling 2025 ist offiziell eröffnet: 296.000 Besucher:innen und damit 13.000 mehr als im Vorjahr feierten an den vergangenen vier Tagen der Leipziger Buchmesse und der Manga-Comic-Con vom 27. bis 30. März die Kraft der Worte, die Vielfalt der Literatur und das Zusammentreffen von Leser:innen und Autor:innen.

2.040 Aussteller:innen aus 45 Ländern sorgten auf dem Messegelände und in der Stadt für ein Programm, das sich sehen lassen konnte. Sie präsentierten auf zahlreichen Lesungen und Veranstaltungen die Neuerscheinungen der Saison, luden in andere Länder und phantastische Welten ein und schufen lebendige Diskussionsplattformen zu den Themen, die unsere Gesellschaft gegenwärtig bewegen – zum Beispiel zu Künstlicher Intelligenz und Audio, die auf der Leipziger Buchmesse 2025 mit neuen, eigens für sie geschaffenen Bereichen gewürdigt wurden. In den Messehallen feierten Bücherfans jeden Alters die Literatur und die Vielfalt, trafen Besucher:innen der Antiquariatsmesse auf bunt kostümierte Cosplayer:innen und Manga-Comic-Con-Fans auf spannende Sachbuchangebote. Im Forum Offene Gesellschaft tauschten sich Autor:innen, Expert:innen und das Publikum wieder zu Demokratie, Rechtsruck, Vergangenheitsaufarbeitung, Klimawandel und Zukunftsgestaltung aus. Im Forum „Die Unabhängigen“ richteten über 42 unabhängige Verlage aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gemeinsam mit Podiumsgästen aus ganz Europa den Blick in diesem Jahr erneut darauf, was uns als Gesellschaft bewegt und welche ästhetischen Maßstäbe Literatur setzt. Die internationalen Stände, vor allem die des Netzwerks TRADUKI, schenkten den Besucher:innen tiefe Einblicke in die Kraft und Schönheit der Literatur Europas. Mit dabei waren zum ersten Mal auch die Philippinen, die mit ihrer Teilnahme an der Leipziger Buchmesse und Themen wie Klimawandel, Kolonialismus, Globalisierung und soziale Ungleichheit ein literarisches Statement setzten.

Für die zahlreichen Fans norwegischer Literatur erfüllte sich der „Traum im Frühling“ – das Motto des diesjährigen Gastlandstandes. Fast 50 Autor:innen kamen aus Norwegen nach Leipzig, um ihre neuen Bücher live vorzustellen. Sowohl am Gastlandstand als auch bei den Veranstaltungen in der Schaubühne zog die nordische Literatur über die gesamte Dauer der Buchmesse hinweg zahlreiche interessierte Besucher:innen an.

Der Preis der Leipziger Buchmesse 2025 ging dieses Jahr an Kristine Bilkau für „Halbinsel“ (Luchterhand), Irina Rastorgueva für „Pop-up-Propaganda. Epikrise der russischen Selbstvergiftung“ (Matthes & Seitz Berlin) sowie Thomas Weiler für seine Übersetzung aus dem Belarussischen von „Feuerdörfer. Wehrmachtsverbrechen in Belarus – Zeitzeugen berichten“ der Autor:innen Ales Adamowitsch, Janka Bryl, Uladsimir Kalesnik (Aufbau). Der Leipziger Buchpreis zur europäischen Verständigung wurde, begleitet von stehenden Ovationen, dem belarussischen, im Exil lebenden Schriftsteller Alhierd Bacharevič für sein Buch „Europas Hunde“ (übersetzt von Thomas Weiler) verliehen.

Bei Leipzig liest, Europas größtem Lesefest, trafen sich alle wieder: Ob im Zoo, im ehemaligen Kinosaal der Stasi, in Erikas Eisdiele oder an Bord des Ausflugsdampfers MS Cospuden: 3.000 Mitwirkende brachten an mehr als 330 Leseorten Leser:innen und Schriftsteller:innen bei den rund 2.800 Lesungen, Gesprächsrunden und Veranstaltungen in der Stadt und auf dem Messegelände zusammen. So hat sich die Leipziger Buchmesse erneut als zentraler Ort der Begegnungen, Gespräche und Entdeckungen in Deutschland einen Namen gemacht.

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